DIALOG „PRAKTISCH“
Im Rahmen eines Dialogprozesses entsteht ein Feld gegenseitigen Respekts
und der
Wertschätzung, in dem Vertrauen und Verantwortung wachsen können
und
Platz für alle
Wahrheiten geschaffen wird. Wir lernen - in einer
respektvollen Haltung
uns selbst und
anderen gegenüber - aufmerksam
Zuzuhören, das was wirklich
wichtig ist authentisch
auszudrücken (von
Herzen sprechen), unsere persönlichen
Annahmen und Bewertungen
zu
beobachten und zu suspendieren, uvm.
Es gibt nicht
den Anspruch, wohl
aber die
Chance zu Veränderungen.
Für den Prozess
wesentlich
ist
der
Wunsch, die Beweggründe,
Bedürfnisse und
mentalen Muster besser zu
verstehen,
die verschiedene Weltbilder prägen.
Die Teilnehmenden sitzen für die Dauer des Dialogs in einem Stuhlkreis.
Wer das Wort teilen möchte,
verwendet ein in der Mitte liegendes Redesymbol und
spricht zur „leeren“ Mitte hin. Konventionelle
Gesprächsregeln wie Augenkontakt,
Antworten auf Fragen, Aufgreifen bzw Weiterführen
von thematischen
Impulsen
sind nicht relevant. Alle können frei sprechen,
Hierarchien spielen keine Rolle.
Gesprächsformen
Es kann zwischen generativem | offenem und strategischem | thematischem
Dialog
unterschieden
werden. Je nach Intention werden
diese auf die jeweilige
aktuelle Situation abgestimmt und auch in
Kombination mit Circle-Runden angewandt.
Wesentlich bei allen Gesprächen ist eine dialogische Haltung - die
Bereitschaft und
das Üben der
Kernfähigkeiten (Zuhören, Respektieren,
Artikulieren, Suspendieren).
Dialogbegleitung + „Container“
Als Begleiterin des Dialogprozesses übernehme ich die Aufgabe und
Verantwortung,
für die Struktur - den sogenannten „Container“ - zu
sorgen, reflektiere den Prozess
und treffe darüber hinaus mit
den Teilnehmerinnen und Teilnehmern
prozessfördernde
Vereinbarungen.
Zusätzlich gibt es verschiedene Angebote, durch spezielle Übungen die Kernfähigkeiten
zu
vertiefen und
die Achtsamkeit zu erhöhen (nonverbale Dialoge, Feedback-Modell,
Gruppenübungen, MBSR nach Jon
Kabat-Zinn, etc).
Der „Container“ ( „container“ – lat con-tinere = zusammen-halten) steht
für die
Vereinbarung über Ort, eventl den „Zweck“ (bei einem strategischen Dialog) und
die
Dauer
des Dialoges. Dieser steht auch für
einen Raum des
Vertrauens,
des gegenseitigen
Respektes und der Achtsamkeit.
