Was ist Dialog?
Dialog soll freies Spiel sein,
eine Art
gemeinsamer Tanz
unseres Geistes
der trotzdem immense Macht hat
und
kohärenten Sinn ergibt
einmal
begonnen, wird er ein
ständiges
Abenteuer,
das den Weg für
bedeutende
und kreative Veränderungen bereitet.
David Bohm
Der DIALOG ist eine Übung
um zu klarer und wirksamer Kommunikation mit und in einer Gruppe zu gelangen.
um die Gefühle, Wertungen und Vorannahmen, die an allen Denk- und Kommunikations-
vorgängen maßgeblich beteiligt sind, auf die Bewusstseinsbene zu heben und dort aktiv
zu gestalten.
um in einen kreativen und lebendigen Austausch zu kommen.
für gemeinsames Denken und Lernen in einer Gruppe.
Begriff und Geschichte
Dialog (aus dem Altgriechischen)
dia = (hin)durch | logos = Wort, Sinn, Bedeutung | Dia-logos = Fließen von Sinn
Durch die Bedeutung des Wortes entsteht eine Verbindung zwischen
den Menschen,
zwischen den Individuen und dem Kollektiv.
Dialog nach David Bohm
David Bohm war zunächst Physiker. In seiner letzten Lebensphase
wandte er sich
zunehmend
Fragen nach dem Bewusstsein des Menschen
und der Natur zwischenmenschlicher
Verständi-
gung zu. Über intensiven
Austausch mit seinem Zeitgenossen Jiddu Krishnamurti
und Rückgriff
auf Martin Buber, einen Religionsphilosophen, entwickelte er den
Ansatz des
Dialogs, einer
neuen Kultur des sinnhaften Gesprächs
und lebendiger Begegnung.
Im amerikanischen MIT „Massachusetts Institute of Technology“
wurde der Dialog nach
Bohm
von Peter Senge, William Isaacs und
anderen weiterentwickelt und in Unternehmen
und
Organisationen
angewandt - mit dem Ziel eine „lernende Organisation“ zu schaffen.
Mittlerweile wurde der Ansatz auch in politische und pädagogische
Bereiche übertragen.
"Wenn zahlreich praktisch orientierte Menschen aus dem Top-Management,
aus
Geschäfts-
führungen, aus der technischen Basis und der Belegschaft
von Fortune-100-Unternehmen
an in die Tiefe gehenden Forschungsprojekten
zum Dialog-Ansatz interessiert sind – und
sich wie Indianer am Lagerfeuer
in den Kreis setzen – dann hat das unmittelbar etwas mit
den Anforderungen
ihrer Arbeit zu tun, und sie wissen, dass sie es direkt umsetzen können.
In
nahezu jedem Setting, in das Dialog eingebettet und Teil der Alltagsroutine
geworden ist,
ist Veränderung irreversibel geworden.“ Isaacs, 2002, S.13
Literatur | eine Auswahl
www.dialogprojekt.de
Bohm, David: Der Dialog. Klett Cotta, Stuttgart, 2002.
Buber, Martin: Das dialogische Prinzip. Gütersloher Verlagshaus,
Oktober 2002.
Hartkemeyer, Johannes F. & Martina; Die Kunst des Dialogs – kreative
kommunikation entdecken.
Klett-Cotta,
Stuttgart, August 2005.
Isaacs, William: Dialog als Kunst gemeinsam zu denken. EHP,
Bergisch Gladbach, 2002.
Ellinor, Linda, ua: Der Dialog im Unternehmen – Inspiration, Kreativität,
Verantwortung,
Klett-Cotta, Stuttgart, 2000.
